Besuch in der Unterwelt

10.12.2017

In Budapest gibt es vier U-Bahnlinien. Die Reiseführer empfehlen, dass man zumindest mal mit der Metró vier ein paar U-Bahnhöfe besuchen sollte. Da ich direkt an der 4 (négyes) wohne, habe ich sie sowieso hin und wieder benutzt. Aber ich bin auch an einigen Bahnhöfen zum Gucken ausgestiegen und an die Oberfläche gegangen. Es ist interessant, wie die Menschen an den verschiedenen Orten leben.

Szent Gellért tér

Négyes Metró ist eine der modernsten U-Bahnen in Europa. Sie fährt automatisch, ohne Führer, man kann vorne hinaus in den Tunnel schauen. Die Bahnhöfe sind sehr schön gestaltet, ähnlich und doch jeder anders.

Bikás park
An der Oberfläche

Und mit kleinen aber feinen Details. Auf jedem Bahnhof gibt es zwei Lichtlinien, die den Bereich markieren, in den man erst nach Halt des Zuges treten darf. Fährt der Zug ein, beginnen die Lichtlinien zu blinken und wenn der Zug hält, erlöschen sie. Um die Orientierung zu erleichtern, ist die Seite Richtung Westen zum Kelenföld vasútállomá immer blau, in Richtung Ostbahnhof immer gelb.

Es gibt schöne große Markierungen, die anzeigen, wo die Behindertenplätze in der U-Bahn sind.

Auch die anderen Metrós haben jeweils ihren persönlichen Flair, wenn auch nicht so modern. Eine Reise durch die Unterwelt lohnt sich alle mal. Und ein sporadisches Auftauchen in den verschiedenen Wohngegenden von Budapest auch.

Autor: Barbara Seyfarth

Informatikerin Embedded Systeme (Automotive, Industrial Solutions) Safety + Security Certified Professional for Software Architecture (Advanced Level) Autorin